Pflanzen im Schlafzimmer - Was sie wirklich bringen – und welche du besser meidest
- Schlaf Oase

- 20. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Juli

«Pflanzen im Schlafzimmer? Die atmen doch den ganzen Sauerstoff weg!» Dieser Mythos hält sich hartnäckig – und ist längst widerlegt. Pflanzen verbrauchen nachts zwar etwas Sauerstoff, aber in so geringen Mengen, dass es für den Menschen vollkommen unproblematisch ist. Was sie stattdessen tun: Sie können bestimmte Schadstoffe aus der Luft aufnehmen, die Luftfeuchtigkeit leicht erhöhen und durch ihren Anblick nachweislich Stress reduzieren. Kurz gesagt: Pflanzen im Schlafzimmer sind eine gute Idee – wenn man die richtigen wählt.
Was Pflanzen im Schlafzimmer wirklich leisten
Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
Luftreinigung – Pflanzen nehmen über ihre Blätter und Wurzeln Schadstoffe wie Formaldehyd oder Benzol auf – Stoffe, die in Farben, Klebstoffen und Reinigungsmitteln vorkommen und sich in Innenräumen ansammeln können.
Luftfeuchtigkeit – Pflanzen geben Feuchtigkeit über ihre Blätter ab. Das ist besonders im Winter hilfreich, wenn die Heizungsluft austrocknet und Atemwege reizt.
Stressreduktion – Der Anblick von Grün wirkt nachweislich beruhigend auf das Nervensystem. Studien zeigen, dass Pflanzen in Innenräumen Stresshormone senken und die Stimmung verbessern können.
Nachtaktive Sauerstoffproduktion – Bestimmte Pflanzen wie Bogenhanf oder Aloe Vera betreiben nachts eine spezielle Form der Photosynthese und geben auch in der Dunkelheit Sauerstoff ab.
Die besten Pflanzen fürs Schlafzimmer
Bogenhanf (Sansevieria): Der absolute Klassiker. Pflegeleicht, verträgt wenig Licht und produziert auch nachts Sauerstoff. Kann bestimmte Schadstoffe aus der Luft aufnehmen. Ideal für alle ohne grünen Daumen.
Einblatt (Spathiphyllum) : Bevorzugt schattige Standorte und fühlt sich auch im abgedunkelten Schlafzimmer wohl. Kann die Luftfeuchtigkeit leicht erhöhen und bestimmte Schadstoffe aus der Luft aufnehmen. Zeigt durch hängende Blätter deutlich an, wenn es Wasser braucht.
Efeutute (Epipremnum): Sehr robust, wächst auch bei wenig Licht und kann bestimmte Schadstoffe aus der Luft aufnehmen. Als Hängepflanze besonders dekorativ und platzsparend.
Grünlilie (Chlorophytum): Ungiftig, pflegeleicht und kann die Luftqualität positiv beeinflussen. Besonders geeignet für Haushalte mit Kindern oder Haustieren.
Lavendel: Die einzige Blühpflanze auf dieser Liste. Sein Duft kann entspannend wirken und einige Studien deuten darauf hin, dass er die Schlafqualität positiv beeinflussen kann. Braucht aber einen hellen, sonnigen Standort.
Diese Pflanzen besser meiden
Stark duftende Blüten – Hyazinthen, Lilien und Jasmin können trotz schönem Duft Kopfschmerzen verursachen und den Schlaf stören. Besser ins Wohnzimmer.
Allergieauslöser – Korbblütler wie Chrysanthemen oder Sonnenblumen sind für Allergiker problematisch. Auch Birkenfeige und Oleander besser meiden.
Giftige Pflanzen bei Kindern und Tieren – Dieffenbachie, Philodendron, Einblatt und Efeu können für Kinder und insbesondere für Haustiere giftig sein. In solchen Haushalten sind ungiftige Alternativen wie die Grünlilie die bessere Wahl.
Worauf bei der Pflege achten
Nicht zu viel giessen – Staunässe fördert Schimmelbildung. Schimmelsporen in der Raumluft können Atemwege reizen und Allergien auslösen.
Blätter regelmässig abstauben – Staub auf den Blättern wird beim Lüften aufgewirbelt und kann Allergiesymptome auslösen. Einmal pro Woche mit einem feuchten Tuch abwischen genügt.
Fazit
Pflanzen im Schlafzimmer sind weit mehr als Dekoration. Die richtigen Arten verbessern das Raumklima, filtern Schadstoffe und schaffen eine ruhigere Atmosphäre – ganz ohne Aufwand. Der Mythos mit dem Sauerstoff kann getrost vergessen werden. Was zählt: die richtige Pflanzenwahl, der passende Standort und ein Minimum an Pflege. Wer das beachtet, holt sich einen stillen, grünen Verbündeten für bessere Nächte ins Zimmer. Bei der Schlaf-Oase St.Gallen beraten wir dich ganzheitlich – von der passenden Matratze bis zur optimalen Schlafumgebung.



